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Fränkischer Theatersommer

Unterleinleiter: Schlosspark

Unterleinleiter ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim, in der westlichen Fränkischen Schweiz.

Der Ort Unterleinleiter liegt im Tal der Leinleiter. In diese mündet im Ort der aus Richtung Dürrbrunn kommende Dürrbach.

Lassen Sie sich von einer einmaligen Parklandschaft in den Bann ziehen. In mühevoller Kleinarbeit wurde die weitläufige Anlage in den letzten Jahren aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt. Bewusst wurde nichts historisiert, sondern die gärtnerische und künstlerische Ausgestaltung erfuhr eine zeitgemäße Weiterentwicklung. Moderne Kunstwerke stehen jetzt im Einklang mit gewachsenen Gegebenheiten ohne sich zu behindern. Dominierte anfangs ein Wald mit wild wucherndem Baum- und Strauchbestand, so erreichte durch gezielt ausgeführte Auslichtung nach und nach das Areal mit neuem Licht- und Schattenspiel sein heutiges Gesicht.

Das gesamte Ensemble befindet sich heute im Privatbesitz. Das Schloss und die Nebengebäude dienen der privaten Nutzung und können nicht besichtigt werden. Der Park selbst steht für Kulturveranstaltungen in den Sommermonaten zur Verfügung und an festgelegten Tagen ist die Anlage für Besucher zum Spaziergang und Betrachtung offen. Nach vorheriger Kontaktaufnahme können sogar Gruppenführungen arrangiert werden.

Die eigentliche Gartenkunst in der Fränkischen Schweiz beginnt nach dem Dreißigjährigen Krieg. Der hier ansässige Adel wollte es den „Großen“ gleich tun. So entstanden rundherum je nach landschaftlicher

Gegebenheit neben einem Schloss- oder Burggebäude kleine barocke Gartenbereiche. Von 1732 bis zum  Jahre 1958 waren Schloss und Park im Besitz der Familie von Seckendorff-Aberdar. Danach befand sich im Schlosseinige Jahrzehnte ein heilpädagogisches Kinderheim. Es folgte ein Leerstand und mehrmaliger Besitzerwechsel bis alles endgültig 1985 in Privatbesitz überging. Ab 1986 begannen umfangreiche Restaurierungsarbeiten an den Gebäuden und im Park.

Besonderes für den Park gab es so gut wie kein Kartenmaterial. Aus den wenigen Unterlagen konnte man zumindest die Achsen- und Wegeführung rekonstruieren. Vorhandene historische Teile wie u.a. das Heckentheater, die Seckendorffsche Gruft, der Treppenhügel und das Ministergrab erfuhren eine sichtbare Aufwertung und Restauration. Der Obelisk fand auf der Waldwiese endlich einen ihm entsprechenden Standort.

Die Auslichtung des Waldbereichs lässt alles im Park zu jeder Jahreszeit im wechselnden Licht erstrahlen. Neu und in dezenter Form eingefügt sind Werke zeitgenössischer Kunst. Der Besucher findet neben einer einmaligen Parkflora in den verschiedensten Hecken- und Felsbereichen immer wieder neue Sichtweisen auf moderne Kunstwerke oder Ausblicke in die fränkische Landschaft. Die lichte Streuobstwiese mit ihrer Baumkultur beendet mit dem Weitblick über den Ort Unterleinleiter einen unvergesslichen Rundgang.

pä.

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