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Fränkischer Theatersommer

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Schauspiel & Komödie

Der Wunderheiler

Ein Schauspiel von Brian Friel

Ein charismatischer Fremder kommt in ein schottisches Dorf: Frank Hardy, der selbsternannte „Wunderheiler“. Gemeinsam mit seiner Frau Grace und dem geschäftstüchtigen Manager Teddy lebt er vom Versprechen, Schmerzen zu lindern und Hoffnung zu schenken. Doch wie viel davon ist wahr? Und wie viel nur eine Geschichte, die man glauben will?


Brian Friel – der große irische Dramatiker – entfaltet in „Der Wunderheiler“ eine Mischung aus Magie, Tragik und Humor.

„Der Wunderheiler“ ist ein Stück über Sehnsucht, Täuschung und dem ewigen menschlichen Wunsch nach Heilung – körperlich und seelisch. Es erzählt, wie stark wir Geschichten brauchen, um zu leben – und wie gefährlich sie zugleich sein können.

Chanson & Kleinkunst

Pipapo und Pavian

Von der Magie der Worte oder Zinnober...

Träumen Sie auch bunt oder bevorzugen Sie blauen Dunst?
Singen Sie unter der Dusche oder tanzen Sie gern aus der Reihe?
Ganz egal, wir nehmen Sie mit.

Wir kitzeln die Sinne mit Sang und Klang, Schnick und Schnack und Bügelbrett und entführen Sie in die Zauberwelt der Worte mit Dichterinnen und Erwin und den Laut-und Leise-malerinnen

Dagmar Friederike Geisler Wort, Spiel, Pinsel und Schere und Sibylle Vam Béry Friz  Cello, Flöten, Groovebox, Wort und Spiel.

Spielorte

Hollfeld: Kulturzentrum St. Gangolf

Die Legende um St. Gangolf

Der burgundische Adlige und Ritter Gangolf aus Varennes-sur-Amance wurde im Jahr 760 ermordet. Er wurde vom 10. Jahrhundert an auch in Deutschland als Idealbild des christlichen Ritters verehrt und durch die von Hrotsvith von Gandersheim (930 bis 968) verfassten Legendenverse bekannt. Der Legende zufolge ist Gangolf ein am Hof Pippins erzogener adliger Jäger und Kriegsheld. Dürstend trinkt er eines Tages unterwegs von einer Quelle in einem blühenden Garten. Er kauft diesen Platz und wird von seinen Freunden wegen des zu hohen Preises verhöhnt, zu mal der Quell versiegt. Doch erweist sich, dass Gangolf dem armen Besitzer helfen wollte. Nun lädt Gangolf seine Freunde zum Mahl. Während es vorbereitet wird, stößt er seinen Stock in den Boden seines Gartens und geht dann erst zu den Armen, um sie zu bewirten. Am nächsten Morgen braucht er Wasser zum Waschen. Er schickt seinen Knappen, er soll im Garten den Stock herausziehen.

Da senkt sich ein Wölkchen, und plötzlich sprudelt wieder die versiegte Quelle und wird durch sein Gebet heilkräftig. Einige Zeit nach seiner Vermählung wird ihm berichtet. dass seine Frau ihn mit einem Priester betrügt. Als sie ihre Unschuld behauptet, verlangt er, daß sie zum Beweis ihre Hand in die Quelle taucht. Sie zieht den Arm bis auf die Knochen verbrannt heraus. Er gewährt Ihr Verzeihung, verbannt sie aber aus seinen Gemächern und schickt den Priester außer Landes. Die Frau bringt den Priester jedoch dazu, dass er Gangolf ermordet. Dann fliehen beide. Wunder ereignen sich nun am Grab des feierlich bestatteten Gangolf. Als seine Frau diese höhnt, „ereilt sie eine schändliche körperliche Strafe, und der betrügerische Priester stirbt an böser Krankheit, die ihn innerlich zerreißt“. Ein Legendenstoff also, aus dem üblicherweise Fernsehserien gemacht werden: Sex and Crime, dazu eine Portion rührender Menschlichkeit. Ein aktueller Heiliger also, ein Ehestandsheiliger – und damit natürlich auch Inspirationsquelle für den  Theatersommer.




Der Wunderheiler