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Fränkischer Theatersommer

Roll on, Beethoven

VON FLORIAN KAPLICK

‘Roll over, Beethoven!’ rief Chuck Berry 1956 in lässigem Rock‘n‘ Roll dem klassischen Altmeister ins Grab. Aber statt sich zu trollen, blieb Beethoven äußerst lebendig und spukt noch immer in Musik und Texten heftig umher. 

Florian Kaplick fächert aus diesem reichen Fundus ein musikalisch-literarisches Kaleidoskop aus 250 Jahren ‚Leben mit Beethoven‘ auf, von klassisch bis komisch, ruhig bis rockig und poetisch bis politisch. Gewissermaßen aus der ‚Jetztzeit‘ mit einem Augenzwinkern von hinten aufgerollt wird die Wirkgeschichte dieses unbeirrbar eigenständigen Musikers, der sich niemals vor einem Adeligen verbeugte. Beethovens eigene Werke verbindet Kaplick mit Musik und literarischen Anspielungen über Beethoven zu einer schillernden Collage. Die Bandbreite reicht von Billy Joel bis Franz Liszt, von Heinz Erhardt bis Thomas Mann, von Tolstoi und Wagner bis zu Chuck Berry und Kompositionen, die gerade zu Beethovens 250. Geburtstag fertig wurden – tintenfrisch sozusagen. Das Motto für 2020 lautet also klar: ‚Roll on, Beethoven, nur zu!‘

Ein Sommernachtstraum

VON WILLIAM SHAKESPEARE

„Eine Dichtung, die die Erde tanzen macht“ – kürzer und treffender lässt sich diese berühmte Komödie kaum charakterisieren, in welcher sich Liebespaare suchen, verlieren und wieder finden. Der Wald, von dem sie sich zunächst Zuflucht versprechen, verwandelt sich wie ihre Gefühlswelt in einen Irrgarten, in dem erotische Naturgeister ihren Schabernack mit ihnen treiben, so dass die verliebten jungen Seelen bald nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht.

Einigen derb-komischen Handwerkern, die zum Hochzeitsfest des Fürstenpaares ein Theaterstück einstudieren, ergeht es zum Vergnügen der Zuschauer nicht viel besser.

Erst als sich die Naturgeister wieder besänftigen und versöhnen, erfüllt sich ein dreifaches Hochzeitsglück, das jedes Seifenoper-Happy-End in den Schatten stellt.

Hirschaid: Schloss Sassanfahrt

Das Schloss in Sassanfahrt ist untrennbar mit dem Namen des Reichsgrafen Julius von Soden verbunden.  Er kaufte im Jahre 1784 das Rittergut Sassanfahrt, das bis dahin aus dem Gutshof und einigen kleinen Bauernhöfen bestand. Durch den Bau von über 90 Tropfhäusern erhöhte er die Bevölkerungszahl maßgeblich. Das wohl ins 17. Jahrhundert zurück gehende Schlossgebäude wurde unter den Nachfolgern des Reichsgrafen, der Familie von Pflummern, im 19. Jahrhundert um- und ausgebaut. Seit wenigen Jahren ist das schlichte Schlossgebäude im Besitz des Marktes Hirschaid. Im Zuge der Städtebauförderung wird es seit 2011 mit EU-Mitteln saniert.

Heute ist Sassanfahrt ein lebenswerter Teil der Gemeinde Hirschaid, und seine Bewohner sind stolz, ihre Geschichte zum Guten gewendet zu haben. Dazu zählt, dass das letzte unverändert erhaltene Tropfhaus als Museum eingerichtet wurde und vor allem das zwischen 2011 und 2014 renovierte Schloss. Wo Julius von Soden einst lebte, wird nun für Jung und Alt viel geboten.

Nach der Eröffnung Mitte Juli 2014 gibt es breites Veranstaltungsangebot. Das Kultur- und Bildungszentrum bietet Vorträge, Lesungen und Konzerte, dazu auch Kurse und kreative Angebote für alle Altersgruppen.

Seit Herbst 2017 findet der Schlagzeugunterricht der Hirschaid Music School im Schloss statt.




Hirschaid: Schloss