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Fränkischer Theatersommer

All das Schöne

Wie reagiert man als Kind auf den Selbstmordversuch seiner Mutter? Man schreibt ihr eine Liste mit alldem, was an der Welt schön ist: 1. Eiscreme, 2. Wasserschlachten, 3. Länger aufbleiben dürfen als sonst und fernsehen, 4. Die Farbe Gelb … Man hofft, dass die Mutter die Liste wirklich liest (und nicht bloß die Rechtschreibfehler korrigiert), dass ihre Depression aufhört und das Leben weitergeht. Tut es auch. Aber nicht alles wird automatisch gut. Nicht jetzt, nicht später, als man selbst erwachsen ist, verliebt und vielleicht sogar über eigene Kinder nachdenkt. Immer wieder lauert da eine seltsame Traurigkeit, gibt es Abstürze, peinliche Situationen und Verletzungen. 

Duncan Macmillan hat einen lebensbejahenden Monolog über ein todernstes Thema geschrieben, hinreißend, herzergreifend und gänzlich unsentimental … 

Arzt wider Willen

in einer Fassung des Fränkischen Theatersommers

Molière, dem wir zu seinem 400. Geburtstag mit dieser Neuinszenierung gratulieren, schuf nach dem Muster eines Schelmenmärchens eine temperamentvolle (Ballett-)Komödie. Sie hat das Zeug, uns nach langen Corona-Jahren pandemisch aufzuheitern.

Ein blühendes Mädchen fällt in Ohnmacht und Krankheit, weil ihm die Zwangsheirat droht. In ihrem Fall bieten Ärzte, die nur die Symptome kurieren wollen, keine Heilung. Was tun?

Ob Sganarelle, der „Wunderdoktor“, der im ehrwürdigen Bürgerhaus der Patientin mit seiner „Therapie“ für einige Turbulenzen sorgt, der richtige Mann ist, dem Problem zu Leibe zu rücken? Immerhin muss er von der eigenen Frau zunächst tüchtig „behandelt“ werden, damit er die eigenen Macken kuriere. 

Wenn das Publikum am Ende an seiner ärztlichen Kunst auch fast verzweifeln möchte, die Heilung erfolgt dennoch auf unspektakuläre, aber wirksame Weise: durch wahre Liebe.

In dieser frechen Posse im Stile der italienischen Commedia dell ́ arte frönt Molière seiner Lust an der schieren Komik, am Slapstick und an der übermütigen Satire. 

Volpone – der Fuchs

und der Tanz um’s Geld

von Stefan Zweig, nach Motiven von Ben Jonson 

Ben Jonson, der nach Shakespeare bedeutendste englische Dramatiker des 17. Jahrhunderts, verlegt den Schauplatz dieser Komödie nach Venedig, in die Stadt, die zur Zeit der Renaissance berühmt und berüchtigt war für ihren luxuriösen, lasterhaften Lebensstil.

Dem reichen Herrn Volpone gelingt es mit Hilfe seines gerissenen Dieners Mosca und unter dem Vorwand, er läge sterbenskrank zu Bette, lauter ehrenwerte Herren und Geschäftsfreunde ins Haus zu locken, die alle darauf spekulieren, von ihm beerbt zu werden. In ihrer Buhlerei um die Gunst des „Kranken“ machen sie irrwitzige Geschenke, verhökern die eigene Frau oder enterben den eigenen Sohn. So gehen sie ihm einer nach dem andern ins Netz. Volpone triumphiert auf ganzer Linie, bevor auch er sich in der eigenen Schlinge verfängt.

Zwei wie Bonnie und Clyde

Jenny und Chantal alias Bonnie und Clyde träumen vom großen Geld, von Luxus und einer späteren hohen Rente in der Karibik. Dafür muss aber erst mal eine Bank geknackt werden. Ein Kinderspiel!  Wenn die Beifahrerin auf der Flucht wenigstens Straßenkarten lesen könnte und nicht ständig rechts und links verwechselte. Dass sie schließlich in einem ehemaligen Schuhlager landen, ist noch das geringste Übel für die Möchtegern-Gaunerinnen. Trotz umfangreicher Einbruchsproben scheitern auch die nächsten Versuche, ans große Geld zu kommen. Dass schließlich zumindest für Chantal ein Happy End in Sicht ist, verdankt sie natürlich eher dem Zufall als ihrer Intelligenz. 

„Zwei wie Bonnie und Clyde“ ist wahrlich eine Tour de Force für die Lachmuskeln, ein groteskes Abenteuer, bei dem ein Gag den nächsten jagt und die Lage für das dilettantische Gaunerpärchen immer verzwickter und verrückter wird

Reise-Sehnsüchte

in Musik und Texten

Unsere Reisebegleiter sind berühmte Komponisten und Autoren von Chopin bis Duke Ellington und von Heinrich Heine bis Mascha Kaléko.

Viel zu spät begreifen viele
die versäumten Lebensziele:
Freuden, Schönheit und Natur,
Gesundheit, Reisen und Kultur.
Darum, Mensch sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist´s!
Reise, reise!

                                         Wilhelm Busch

Ich habe zu viel Angst vor meiner Frau

Ein Otto-Reutter-Abend

Otto Reutter (1870-1932) gilt auch heute noch als einer der unvergessenen ganz Großen der Kleinkunstbühne.

„Der kleine Dicke“, wie man ihn liebevoll nannte, hat seine Remereien und seine Chansons auf den damaligen Varieté-Bühnen selber vorgetragen und zu einer witzigen Zeit- und Menschenbetrachtung geformt.

Diese Rolle übernimmt heute Jan Burdinski, der in Otto Reutters Manier all unsere Eitelkeiten, Leidenschaften und Schwächen auf´s Korn nimmt.

Mortadella & Co

Ein Commediatical in 2 Bildern und 13...

Leben und Lieben im kleinen Dörfchen »Fegato alla Veneziana«, unweit der ligurischen Küste. Es geht um die Leiden des jungen Dieners, das Liebesleben der Mortadella (auch der schönen Peperonata) und den Kampf um das Bürgermeisteramt zwischen Zabaglione, Mortadellas Gemahl und dem Richter Don Lavazza.

Diese wundervolle Commedia von Thomas Glasmeyer, garniert mit atmosphärischer Musik von Andreas Rüsing, ist eine Hommage an TV-Serien der Sechziger Jahre wie z.B. »Don Camillo & Peppone«.

Mit großem Erfolg wurde sie als Koproduktion schon 2010 von Schauspielern des Theatersommers dargeboten. Sehr artifizielle Figuren aus der Hand des Meisters übernehmen nun deren Part.

Buon appetito – con molto espressione!

Text / Puppenbau / Bühnenbild / Regie: Thomas Glasmeyer

Ebensfelder Bier-Komödie

Wir lassen uns das Bier nicht nehmen
und was Bier ist, das entscheiden wir…

Es wird kämpferisch. Nicht nur ein Kampf der Geschlechter, nein vor allem geht es ums Bier, um unser Bier und Bier ist „Männersach“. Oder doch nicht? Jedenfalls haben die Damen dem Einiges entgegenzusetzen. Wenn der Wirt der hiesigen Imbissstubn mangels Gästen und Geld einen Vertrag mit einer belgischen Großbrauerei abschließen muss, geht das dem Franken gegen die Ehre. Da muss ein Marketing her und Marketing ist Weibersach. Und wie es nun die Landkreisbiere bis zur EU-Kommission schaffen – hören Sie selbst.




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