Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite akzeptieren Sie unsere Datenschutzrichtlinien.

Fränkischer Theatersommer

Franziska Baumann

Franziska Baumann wurde in Portugal geboren und verbrachte einige Jahre in Österreich, bevor sie nach Deutschland kam.
Bereits zu Schulzeiten war sie in Theatergruppen aktiv, ihre Ausbildung zur Bühnenschauspielerin schloss sie 2014 erfolgreich in Nürnberg ab.
Kurz nach Beendigung ihrer Ausbildung war sie als Statistin am Markgrafentheater in Erlangen zu sehen. Jenseits der Bühne
betätigte sie sich als Organisatorin von Lesungen und als Autorin der in Ansbach uraufgeführten Komödie „Doppelzimmer“.

Gegenwärtig ist sie in wechselnden Produktionen des Nürnberger Kleinkunsttheaters rote Bühne zu sehen und ist im Weiteren vor allem in der freien Szene tätig: So war sie viele Jahre Mitglied einer commedia dell‘arte-Schauspielgruppe. Als Darstellerin und Moderatorin ist sie bei Burlesque-Events in München und Nürnberg aktiv, sowie als Märchenerzählerin im 2015 gegründeten Duo MaerenKabinett, welches mit seinen Lesungen bereits in Neustadt/Aisch, Nürnberg und im Freilandmuseum Bad Windsheim zu Gast sein durfte.

Ihr Debüt beim Fränkischen Theatersommer hat Franziska in dieser Spielzeit in den Komödien „Arzt wider Willen“ und Volpone – der Fuchs und der Tanz ums Geld“.

Arzt wider Willen

in einer Fassung des Fränkischen Theatersommers

Molière, dem wir zu seinem 400. Geburtstag mit dieser Neuinszenierung gratulieren, schuf nach dem Muster eines Schelmenmärchens eine temperamentvolle (Ballett-)Komödie. Sie hat das Zeug, uns nach langen Corona-Jahren pandemisch aufzuheitern.

Ein blühendes Mädchen fällt in Ohnmacht und Krankheit, weil ihm die Zwangsheirat droht. In ihrem Fall bieten Ärzte, die nur die Symptome kurieren wollen, keine Heilung. Was tun?

Ob Sganarelle, der „Wunderdoktor“, der im ehrwürdigen Bürgerhaus der Patientin mit seiner „Therapie“ für einige Turbulenzen sorgt, der richtige Mann ist, dem Problem zu Leibe zu rücken? Immerhin muss er von der eigenen Frau zunächst tüchtig „behandelt“ werden, damit er die eigenen Macken kuriere. 

Wenn das Publikum am Ende an seiner ärztlichen Kunst auch fast verzweifeln möchte, die Heilung erfolgt dennoch auf unspektakuläre, aber wirksame Weise: durch wahre Liebe.

In dieser frechen Posse im Stile der italienischen Commedia dell ́ arte frönt Molière seiner Lust an der schieren Komik, am Slapstick und an der übermütigen Satire. 

Volpone – der Fuchs

und der Tanz um’s Geld

von Stefan Zweig, nach Motiven von Ben Jonson 

Ben Jonson, der nach Shakespeare bedeutendste englische Dramatiker des 17. Jahrhunderts, verlegt den Schauplatz dieser Komödie nach Venedig, in die Stadt, die zur Zeit der Renaissance berühmt und berüchtigt war für ihren luxuriösen, lasterhaften Lebensstil.

Dem reichen Herrn Volpone gelingt es mit Hilfe seines gerissenen Dieners Mosca und unter dem Vorwand, er läge sterbenskrank zu Bette, lauter ehrenwerte Herren und Geschäftsfreunde ins Haus zu locken, die alle darauf spekulieren, von ihm beerbt zu werden. In ihrer Buhlerei um die Gunst des „Kranken“ machen sie irrwitzige Geschenke, verhökern die eigene Frau oder enterben den eigenen Sohn. So gehen sie ihm einer nach dem andern ins Netz. Volpone triumphiert auf ganzer Linie, bevor auch er sich in der eigenen Schlinge verfängt.




Franziska Baumann