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Fränkischer Theatersommer

Roll on, Beethoven

‘Roll over, Beethoven!’ rief Chuck Berry 1956 in lässigem Rock‘n‘ Roll dem klassischen Altmeister ins Grab. Aber statt sich zu trollen, blieb Beethoven äußerst lebendig und spukt noch immer in Musik und Texten heftig umher. 

Florian Kaplick fächert aus diesem reichen Fundus ein musikalisch-literarisches Kaleidoskop aus 250 Jahren ‚Leben mit Beethoven‘ auf, von klassisch bis komisch, ruhig bis rockig und poetisch bis politisch. Gewissermaßen aus der ‚Jetztzeit‘ mit einem Augenzwinkern von hinten aufgerollt wird die Wirkgeschichte dieses unbeirrbar eigenständigen Musikers, der sich niemals vor einem Adeligen verbeugte. Beethovens eigene Werke verbindet Kaplick mit Musik und literarischen Anspielungen über Beethoven zu einer schillernden Collage. Die Bandbreite reicht von Billy Joel bis Franz Liszt, von Heinz Erhardt bis Thomas Mann, von Tolstoi und Wagner bis zu Chuck Berry und Kompositionen, die gerade zu Beethovens 250. Geburtstag fertig wurden – tintenfrisch sozusagen. Das Motto für 2020 lautet also klar: ‚Roll on, Beethoven, nur zu!‘

Mondsüchtig

Ein blauer Abend mit Geschichten vom Mond

Mondsüchtig – kennen Sie das, oder jemanden, der jemanden kennt, der es kennt?
Florian Kaplick (Klavier/Spieler) hilft Ihnen auf die Sprünge und nimmt Sie mit auf eine Reise zum Mond und zurück – gerade recht, um an die erste Menschenlandung auf dem Mond vor 50 Jahren zu erinnern (20. Juli 1969). 

Von Cyrano de Bergerac bis Edgar Allan Poe, von Peterchens Mondfahrt bis zu Neil Armstrongs Landung, von Jules Verne bis Karl Valentin und von Beethoven über Debussy bis zu David Bowie wird der Ausflug in Raum und Zeit, in den Kosmos, zum Mond und zurück reichen. 

Und warum ist der Mond bei uns männlich und la luna am Mittelmeer weiblich? Und wieso hießen die Nervenheilanstalten in England ‚Lunatic Asylum‘? Und was hat es mit dem blauen Mond auf sich?
Folgen Sie Florian Kaplick per Anhalter durch eine Galaxis von lunarem Sinn und Unsinn, Melancholie und Euphorie, Klang und Stille, ganz real bis surreal. Eine Einladung an alle Erdlinge zum Lauschen, Träumen und Staunen. 

Willkommen zur Premiere am 24. März, 18.00 Uhr in Hollfeld

MUSIKTHEATER | VON CLAUDE DEBUSSY
La boîte à joujoux  – Die Spielzeugschachtel

Der 100. Todestag von Claude Debussy verdient ein besonderes Programm.

Im Jahr vor seinem Tod hat der Komponist eine bezaubernde Musik zu der Bildergeschichte von André  Hellé  geschaffen:

„Spielzeugschachteln sind so etwas wie Städte, in der die Spielsachen wie Menschen leben ……“

Wenn um Mitternacht der letzte Schlag der Uhr verklungen ist und alles Lebendige in tiefem Schlaf liegt, dann beginnt das Leben für diejenigen, die den ganzen Tag in ihrer engen Spielzeugschachtel verbracht haben: Puppe, Polichinelle und Soldat.

Doch viel Zeit bleibt ihnen nicht. Am frühen Morgen müssen sie wieder zurück in die Schachtel, als ganz normales lebloses Spielzeug. Wie die Menschen am Tage, so suchen die Spielfiguren in der Nacht nach dem Glück, nach einem guten, richtigen und also erfüllten Leben.

Anders als die Menschen haben die Spielsachen in jeder Nacht von neuem die Chance, ihr Leben  neu zu erfinden. Fluch oder Segen?

Florian Kaplick, Klavier
Jan Burdinski, Rezitation

Florian Kaplick

Florian Kaplick ist beim Fränkischen Theatersommer kein Unbekannter. 2007 konzipierte Intendant Jan Burdinski mit ihm als Pianist einen gemeinsamen Abend zu Heinrich Heine. 2008 spielte Kaplick im Neruda-Ensemble zum Mahler-Gedenkjahr eine neu erstellte Kammerfassung vom Lied von der Erde, 2010 kam er mit einem Dada-Solo-Programm (Sprachperformance und Klavier), 2011 schließlich brachte er mit der spanischen Sängerin Lola Gómez ein Musik/Rezitationsprogramm zu Federico García Lorca.
Seine musikalische Ausbildung erhielt Kaplick zunächst bei dem Nürnberger Pianisten Ernst Gröschel und später am dortigen Meistersinger-Konservatorium. Darüber hinaus belegte Kaplick in seiner umtriebigen Studienzeit auch Seminare in Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität in Erlangen, wo er ausserdem Medizin studierte und promovierte.
Kaplick lebt seine vielseitigen künstlerischen Interessen als Pianist, Dirigent, Rezitator/Dada Performer an den unterschiedlichsten Orten im In- und Ausland (vom klassischen Konzertsaal und Kirche über Theater und Museum bis hin zur Metallfabrik wie im vergangenen Jahr am Dortmunder Hafen für das Ruhrtriennale Festival). Nach wie vor arbeitet Kaplick auch als Psychiater, derzeit in einer Klinik in Schottland, wo er seit einigen Jahren lebt.




Florian Kaplick