Fränkischer Theatersommer

Bayreuth: Ordenskirche

Die Ordenskirche St. Georgen in Bayreuth – Bau- und Kunstgeschichte

Kurzbeschreibung von Pfarrer Friedrich Jehnes

Bauherr: Erbprinz Georg Wilhelm (Markgraf 1712-1726 als Nachfolger seines Vaters Christian Ernst).

Ab 1701 Bau des ersten Ordensschlosses; am Brandenburger See, dem Lieblingsort des jungen Erbprinzen.

Ab 1702 Bau von 24 gleichartigen „Typenhäusern“ als Wohn- und Geschäfts- häuser „nach holländischem Geschmack“, die gesamte barocke Planstadt auf das Ordensschloss hin ausgerichtet.

Planung des aus der Nähe von Lugano stammenden Architekten Antonio della Porta, der 1697 von Markgraf Christian Ernst nach Bayreuth gerufen wurde und hier 1702 starb.

18.4.1705 Grundsteinlegung der Kirche (in die Planung seit 1702 einbezogen).

Entwurf: Gottfried von Gedeler (ausgebildet wohl bei Schlüter, Grünberg und Nering in

Berlin und Brandenburg), Ermittlung der Urheberschaft aufgrund von Qualität und Herkunft

der Architektur und eines Eintrages im hiesigen Taufbuch.

Protestantischer Zentralbau auf der Grundlage eines griechischen Kreuzes nach norddeutsch-niederländischen Vorbildern, für den Osten und die Mitte Deutschlands das südlichst gelegene Beispiel dieses Baustiles neben der Schlosskirche von Lahm im Itzgrund.

(St. Stephan in Bamberg, auch ein kreuzförmiger Zentralbau, war ursprünglich eine katholische Stiftskirche und wurde erst 1807 lutherisch. Der Architekt Antonio Petrini stammte aus der Gegend von Trient).

Leitende Baumeister: Johann Jakob Weiß und dessen Sohn Johann Hermann Weiß; weitere Einrichtung von einheimischen Zimmerern und Hofschreinern.

Die Ordenskirche ist „…der erste repräsentative evangelisch-lutherische Kirchenbau der Markgrafschaft …, das erste große Gotteshaus, das im Herrschaftsbereich der fränkischen Hohenzollern von Kulmbach und Bayreuth für lutherische Christen erbaut wurde.“

Kommentare sind geschlossen.




Bayreuth: Ordenskirche